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  • Tag 8 – Freitag

    Wir haben uns entschieden, einen Tag zur Regeneration „blau“ zu machen, deswegen bleiben wir in dieser Unterkunft einfach noch eine weitere Nacht.

    Diesen Tag haben wir also zum Schlafen, Entspannen und Blogschreiben verwendet.

  • Tag 7 – Donnerstag

    Heute sind wir nach dem Frühstück im Auto an unserem Übernachtungsplatz einfach nur der Straße nach Bergen auf der E39 gefolgt.

    Allerdings gab es dann noch einen gewollten Umweg über die 57. Die Straße war teilweise so schmal und eng, dass man dort besser keinem anderen Auto, geschweige denn einem LKW, begegnen wollte.

    Da kam bei Holger endlich das echte Norwegen-Fahrgefühl auf! Nämlich wenn Sabine als Beifahrerin in engen Linkskurven sich nach vorne beugen muss um zu gucken, ob von vorne Autos kommen, erstens weil Holger auf dem Fahrersitz sowieso erst später die Straße nach links einsehen kann und zweitens weil dann die A-Säule auch noch den Blick versperrt.

    Von der 57 sind wir auf die 607 nach Lavik abgebogen,

    haben dort geladen und sind anschließend zum Fähranleger gefahren. Wir beobachteten die Ausschiffung der Fähre und wunderten uns, warum sich plötzlich eine Bodenplatte der Fähre seitlich öffnete… Ich (Sabine) lag richtig, denn nun kamen noch PKWs aus dem dunklen Keller der Fähre herausgefahren.

    Aber glücklicherweise mussten wir beim Einschiffen – stehend an dritter Stelle – nicht „in diesen Keller“ fahren!/

    Wir waren mit der Fähre Lavik – Oppedal automatisch wieder auf der E39.

    Bei der nächsten Gelegenheit haben wir angehalten um uns für die Nacht wieder eine Unterkunft bei booking.com rauszusuchen. Und die Reststrecke dorthin, nämlich nach und in Bergen bin ich (Sabine) mal wieder gefahren. Das große Verkehrsaufkommen in Verbindung mit der komischen Kreiselführung und (m)einem waghalsigen Fahrmanöver hat Holger als Beifahrer aber echte Nerven gekostet.

    Ohne weitere Zwischenfälle sind wir am Ziel angekommen: ein Campingplatz mit Hütten. Wir verbringen die Nacht in einem kleinen 12 qm Studio mit eigenem Badezimmer und einer Pantryküche. Klein, ebenerdig und warm, für unsere Zwecke also genau richtig!

  • Tag 6 – Mittwoch

    Direkt hinter der Lodge befindet sich zum Greifen nah ein ganz hoher steil ansteigender Berg, auf den man durch das Fenster unserer Unterkunft blickte. Am Morgen regnete es, aber vielleicht waren es nur die Wolken, in die die Berge eingehüllt gewesen sind, die sich abregneten (?). Der Frühstücksraum befand sich im großen Foyer der Lodge, die hell und großzügig eingerichtet ist. Allerdings gab es nicht viele, die sich zum Frühstücken eingefunden hatten, nur 7 Personen.

    Wir haben nach dem Frühstück unser Zimmer geräumt, das Auto gepackt und uns als erstes wieder zum Laden an einen Supercharger begeben. So ging es von Sylte entlang der 63, durch Linge und von der 650 dann rechts auf die E39/E136. Nach dem Laden haben wir eine Strecke – grob in Richtung Bergen eingeschlagen. Unser Wunsch waren Straßen, die möglichst weit westlich Richtung Süden führen, damit wir dem Regen zwischen den hohen Bergen entgehen würden.

    Wir folgten erst der E39 und bogen dann auf eine Nebenstrecke entlang der 61 ab, nahmen die Fähre Sulesund – Hareid, später Koparnes – Årvik, die 15, in Nordfjordeid haben wir an der Tankstelle jeweils einen viel zu großen Cheeseburger gegessen, sind dann auf die E39 gewechselt, die nächste Fähre führte uns über Lote – Anda bis wir dann am Parkplatz Svidalsneset für die Nacht wieder angehalten haben.

    Screenshot

  • Tag 5 – Dienstag

    Wir sind früh aufgewacht. Es goss immer noch in Strömen. Also haben wir uns aus dem Schlafsack gepellt und nach dem Toilettengang erst einmal beratschlagt, wie es weitergehen soll.

    Die Richtung war klar, Ziel war ein Abschnitt von 8 Kilometern über lauter Brücken der Atlantikküstenstraße.

    Dafür sind wir erst einmal zum Laden – wieder am Tesla Supercharger – in Vestnes gefahren,

    sind anschließend in einer Bäckerei zum Frühstücken eingekehrt

    (zwei Kaffee und zwei belegte Croissants für über 21 Euro), sind in einer Ladenpassage bummeln gewesen und haben bei Rema 1000 noch unsere Vorräte aufgefüllt, bevor wir die

    Fähre Vestnes – Molde genommen haben. In Molde lag die Aida prima, von der ich (Sabine) ein Foto machen musste, um es meinem Bruder und meiner Schwägerin als eingefleischte Aida-Nutzende zu schicken.

    Von Molde aus sind wir der 64 gefolgt, die uns bis zum Atlantik geführt hat, unserem nördlichsten Punkt auf dieser Reise.

    Der 8.274 Meter lange und berühmteste Abschnitt der Straße schlängelt sich über acht Brücken und zahlreiche kleine Inseln direkt durch den Atlantik zwischen den Orten Vevang und Kårvåg.

    Hier wechselte sich immer wieder Regen mit Regenpausen ab.

    Nach mehreren Fotostopps haben wir dann wieder den Rückweg entlang der 64, E39, Molde – Vestnes, 650 eingeschlagen

    um dann auf der 63 nach Sylte zu fahren, wo wir für die Nacht in der Valldal Fjord Lodge B&B eingecheckt haben.

  • Tag 4 – Pfingstmontag

    Zum Frühstücken mussten wir in das Haus mit der Rezeption wechseln. Auf dem Weg dorthin trafen wir Deutsche, mit denen wir unter einer Birke, die den einsetzenden Regen noch abhielt, kurz über E-Mobilität ins Gespräch kamen.

    Passend zum regnerischen Wetter brannte in der Bauernstube ein Feuer in einem offenen Kamin. Es wurde sogar Holz während des Frühstücks nachgelegt, um das Feuer am Brennen zu halten. Das war sehr stimmig und hat uns gut gefallen.

    Nicht so gut gefallen hat uns das Wetter, es regnete sich so richtig ein, war kalt und grau in grau.

    Wir sind trotzdem Richtung Geiranger weiter gefahren, erst entlang der 15 und sind dann auf die 63 abgebogen.

    In Skjäk haben wir zwischengeladen und dort mussten wir feststellen, dass die Lebensmittelgeschäfte nicht wie in Schweden sieben Tage die Woche geöffnet sind.

    Trotz schlechtem Wetter haben wir uns von Fotospot zu Fotospot bewegt. Immer beim Einsteigen hat man sich wieder gefragt, zieht man die Sweatjacke nun an oder aus. Im warmen Auto war es mit Jacke jedenfalls zu warm und so stand ich (Sabine) teilweise nur im T-Shirt draußen.

    Leider war der Aussichtspunkt Dalsnibba, auf den wir auch vor 34 Jahren mitten in der Nacht gefahren sind, bereits unten wegen Minustemperaturen und Schneefall auf 1.600 m Höhe geschlossen. Der Aussichtspunkt ist heute touristisch ausgebaut. Die Hochfahrt mit Auto kostet stolze 385 NOK. Es gibt einen Skywalk mit Shop, Café und Toiletten und sogar eine eigene Internetseite, wo auch ein Webcamblick gezeigt wird. Die gesamte Zeit, als wir uns in der Nähe des Geirangers befanden, zeigte die Webcamera immer nur eine Wolke und man konnte gar nichts sehen/erkennen. Schade! Trotz der Kosten wären wir gerne dort hochgefahren.

    Mit Hilfe der App Park4night suche ich (Sabine) uns regelmäßig Parkplätze mit Toiletten, die auf dem Weg liegen, raus. Manchmal passt alles, manchmal aber auch nicht. Wenn die Toiletten quasi Frischluft-Toiletten sind mit Wänden, die erst in 20 cm Höhe beginnen, sind Toilettenbrilen bei 5 Grad schnell mal eiskalt. Da kann das Gebäude noch so futuristisch und ansprechend aussehen, dann ziehen wir lieber weiter//

    Es war bereits Abend, als wir den Trollstiegen hoch gefahren sind und am Aussichtspunkt oberhalb des Geirangers einen langen Fotohalt eingelegt haben.

    Es ging weiter auf der 63, dann auf der Fähre Eidsdal – Linge und schließlich sind wir auf der 650 weitergefahren um zuletzt die E39 Richtung Vestnes einzuschlagen.

    Kurz vor Mitternacht haben wir uns auf einem großen Parkplatz eine Übernachtungsstelle gesucht. Das war gar nicht so einfach, weil schon viele LKWs und Wohnmobile sehr großzügig verteilt dort standen. Außerdem goss es in Strömen und die Heckklappe wollte sich nicht schließen, so dass Holger über die hintere Tür ins Bett steigen musste.

  • Tag 3 – Pfingstsonntag

    Wir waren bereits in Norwegen, als wir gegen 1:00 Uhr noch einmal Halt an einem Supercharger gemacht haben. Wusstet ihr, dass das Laden nachts in Norwegen an wenig frequentierten Ladesäulen sehr günstig ist? Wir haben für 20 Cent je kW nachgeladen.

    Auf der nächtlichen Weiterfahrt hat uns dann ein fast leerer Parkplatz „angelacht“, an dem wir dann in unseren Schlafsack im vorbereiteten „Bett“ gekrabbelt sind.
    Zum Schlafsack muss noch etwas gesagt werden: Im letzten Jahr haben wir Mumienschlafsäcke und noch zwei Decken genutzt. Zu Weihnachten haben wir uns zwei gerade Schlafsäcke, innen mit Baumwolle, angeschafft, die wir aneinander gekoppelt haben. Darin gibt es jetzt deutlich mehr Beinfreiheit als in einem Mumienschlafsack.

    Am Morgen begrüßte uns blauer Himmel und Sonnenschein vor malerischer Kulisse. Es war einfach nur schön!

    Wir haben uns in aller Ruhe fertig gemacht und haben auch vor Ort draußen in der Sonne gefrühstückt.

    Kurz vor 10:00 Uhr war es mit der aber Ruhe vorbei. Immer wieder fuhren Autos, Wohnmobile und Gespanne vor, Personen stiegen aus, gingen auf Toilette, Männer entleerten Wohnmobiltoiletten, Frauen entsorgten Müll, teilweise wurde gefrühstückt. Es wuselte um uns herum wie in einem (Camping-) Bienenstock, während wir im Tesla den Gottesdienst aus der Peter-Paul-Kirche verfolgten.

    Gegen 11:00 Uhr fuhren wir dann weiter, unsere Strecke -grob Richtung Geiranger- führte uns an Lillehammer vorbei. Hauptsächlich fuhr Holger und ich (Sabine) war diejenige, die auf dem Beifahrersitz zwischendurch immer wieder einnickte.

    Das Wetter war trocken, aber wolkig, zwischendrin gab es auch immer mal wieder blauem Himmel. Je weiter wir nach Westen kamen, zog sich der Himmel aber immer weiter zu.

    Am nächsten Ladestopp in Vågåmo haben wir uns über booking.com eine Unterkunft für die Nacht gesucht. Die Auswahl fiel auf eine „Berghütte“, die auch Rafting anbietet. Um dorthin zu gelangen, mussten wir allerdings ein Stück des Weges wieder zurückfahren. Und zu allem Überfluss führte uns das Navi dann einen äußerst spannenden und abenteuerlichen Weg zum Quartier auf den Berg, denn es ging über einen kleinen Sandweg mit vielen Schlaglöchern vorbei an abgestellten und vergessenen Gegenständen wie alten Caravanen, Holzstapeln, verrosteten Maschinen/Werkzeug sowie weißen Silageballen. An der Unterkunft angekommen, entdeckten wir das Sackgassenschild, dass uns für die Rückfahrt verdeutlichen wollte, dass dort nicht (wieder) durchgefahren werden sollte, auch wenn es keine Sackgasse war!

    Die Unterkunft befand sich in sehr alten Gebäuden, eben typischen Berghütten, die innen ansprechend saniert wurden. Unser Zimmer mit Badezimmer war sehr sauber, sehr spartanisch aber mit allem ausgestattet, was wir brauchten — außer zwei Kleiderhaken für die Jacken.

  • Tag 2 – Samstag

    Wir sind aufgestanden, haben mit Nina zusammen gefrühstückt und sind anschließend kurz in Kalmarehult gewesen, um etwas vorbeizubringen.

    Kurz vor Geschäftsschluss haben wir noch eine Kleinigkeit bei der örtlichen Konditorei rausgeholt, um anschließend bei unserem Bekannten zum Kaffeetrinken einzukehren.
    Die Konditorei hat sehr eingeschränkte Öffnungszeiten und endlich haben wir es mal geschafft, dorthin noch zu Öffnungszeiten hinzukommen — dachten wir jedenfalls! Aber nur weil der Laden noch nicht abgeschlossen war, haben wir noch etwas kaufen können.

    Gestärkt sind wir später nach Linköping zum Laden, zum Lebensmitteleinkauf und von dort aus Richtung Norwegen aufgebrochen.

    Gegen 20:00 Uhr haben wir oberhalb des Vättern (zweitgrößte See Schwedens) an einem Parkplatz mit Toilette Halt gemacht.

    Dort haben wir unser Auto erst einmal für für das Übernachten eingerichtet, sind anschließend aber noch weiter gefahren.

  • Tag 1 – Freitag

    Dieses Jahr haben wir alles richtig gemacht, denn unsere Wartezeit am Skandinavienkai war nicht allzu lang. Im Gegensatz zu 2025 sind wir nämlich gar nicht erst müde geworden. Um 2:00 Uhr begann das Einschiffen und um 3:00 Uhr sollte das Schiff erst ablegen.

    An Bord haben wir unsere Kabine regelrecht suchen müssen. Kabine 3001 hatte sich ein bißchen vor uns versteckt, fand sich dann aber doch in der hintersten Ecke eines Ganges, der mit 3068 begann. Gebucht hatten wir eine Innenkabine mit zwei Betten, bekommen haben wir dann stattdessen eine Außenkabine mit zwei Betten. Super (auch wenn die Aussicht nicht spektakulär gewesen ist)!

    Wir mussten uns noch unseren WLAN-Schlüssel in der Bar organisieren, deswegen haben wir das Schiff noch ein bißchen erkundet und anschließend das Ablegemanöver und die Ausfahrt aus der Trave von Deck aus beobachtet.

    Und obwohl die Passat nicht beleuchtet war, konnten wir noch die ein oder andere Nachtaufnahme machen.

    Danach sind wir schlafen gegangen.

    Am nächsten Morgen wurde nach dem Aufstehen geduscht und dann – trotz der Erfahrungen des letzten Jahres – zum Frühstück gegangen, das dieses Jahr (gefühlt) noch schlechter geworden ist.

    In Malmö angekommen, führte uns die Strecke automatisch zur 23 (die direkt an Vimmerby vorbeiführt) über Växjö, wo wir wie im letzten Jahr einen Ladestopp eingelegt haben.

    Vor 18:00 Uhr erreichten wir Söderhult, dort erwartete uns wieder ein sehr leckeres Schnitzelessen.

    Für Juni, wenn wir mit den Erwachsenen in Kalmarehult sind, haben wir gleich einen Essenstermin gebucht.

    Mit unseren Schlafsachen aus dem Tesla haben wir es uns zur Nacht in einer der Hütten gemütlich machen dürfen.

  • 2026 — Vorbereitung Schweden-Norwegen

    Uns hat es letztes Jahr so gut in Schweden, Finnland und Norwegen gefallen, dass wir für dieses Jahr eine Wiederholung geplant haben. Nur sollte es dieses Jahr nicht noch einmal zum Nordkap gehen. Wohin — das wollen wir uns offen halten.

    Wie jedes Jahr wurde es immer stressiger, je dichter unsere Fahrt kam. Bis zum letzten Tag habe ich (Sabine) noch im Homeoffice gearbeitet und auch Theo war am Nachmittag noch bei uns.

    Nachdem Theo abgeholt wurde, haben wir erst einmal die bestellten Gegenstände und die zum Schlafen im Auto benötigte Ausrüstung in den Tesla geladen und dann im Haus den Rest der Sachen zusammen gesucht (Klamotten, Waschsachen, die angefangenen Packungen aus dem Kühlschrank, Technik und Trinken.

    Spätestens um 1 Uhr mussten wir zum Skandinavienkai aufbrechen, das haben wir geschafft, denn um 0:45 Uhr waren wir dann startklar.

  • Tag 13

    Tag 13

    Unsere Rückfahrt von Hirtshals ging zügig voran. Wir kennen es gar nicht, um 14 Uhr schon wieder zu Hause zu sein. Aus Schweden sind wir nie so früh zurück!

    Wir haben insgesamt 5.837 km zurückgelegt.


    Sechsmal haben wir im Auto, zweimal auf einer Fähre und fünfmal in unterschiedlichen Arten von Unterkünften geschlafen.

    Weitere Eckpunkte folgen noch…